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27. Juli 2021

Commerzialbank: Kunden sind jetzt plötzlich ohne ihres Wissens Genossenschafter

KO Tschürtz: „Vorgehensweise ist eine Farce!“

In den letzten Tagen ist bei etlichen Kunden der ehemaligen Commerzialbank ein Rsb-Brief eingelangt, welcher ihnen mitteilt, dass sie Genossenschafter sind und nun ihren Teil zur Pleite der Bank beitragen sollen. Pro Anteil beträgt der Genossenschaftsbeitrag um die 7 Euro. Je nach Anteilshöhe kommt es vereinzelt zu Forderungen von tausenden von Euro. Obwohl sich die meisten Kunden fragen, wie sie zu dieser „Ehre“ kommen, werden wohl viele einzahlen, um sich nicht mit der Behörde anzulegen.

„Die Vorgehensweise in der Causa ist höchst bedenklich. Nicht genug, dass die Kunden der Bank von heute auf morgen ohne Zugriff auf ihr Konto und somit ohne Geld dastanden, eine neue Bank suchen mussten und sämtliche Daueraufträge ändern bzw. „Geschäftspartnern“ die Änderungen bekannt geben mussten, um ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Nun werden sie auch noch zu einer Nachzahlung aufgefordert, um ‚ihren Beitrag‘ zu der Pleite beizutragen. Und sogar vor verstorbenen Personen wird nicht Halt gemacht und diese angeführt. Dieses Chaos ist ein Ärgernis der Sonderklasse!“, schüttelt FPÖ-Klubobmann Johann Tschürtz den Kopf.

Auch, dass sämtliche Genossenschafter mit Namen und Adresse angeführt werden, sieht der Freiheitliche fragwürdig: „Laut Masseverwalterin ist das Landesgericht Eisenstadt für den Versand der Briefe zuständig. Offenbar ist somit das Gericht von der Datenschutzgrundverordnung ausgenommen. Anders kann ich es mir nicht erklären, wie persönliche Daten von rund 2600 Leuten einfach im Kreis herumgeschickt und alle ganz offen zur Nachzahlung aufgefordert werden können. Das ist eine Unart, die nicht akzeptiert werden kann! Und das sehen viele so: Es sind bereits einige Betroffene an mich herangetreten, die diese Bloßstellung nicht akzeptieren werden und rechtliche Schritte andenken!“

„Es ist unabdingbar, allen Betroffenen zur Erklärung den Vertrag mit der geleisteten Unterschrift zum angeblichen Genossenschafter zu übermitteln. Aber dieses Mal richtig: Nämlich jedem Kunden seinen – UND NUR SEINEN – Vertrag, in dem diese Genossenschaftsklausel und die Unterschrift ersichtlich ist! Anstatt die ohnehin geschädigten Kunden zu drangsalieren, muss richtige Aufklärung stattfinden und jedem der Beweis vorgelegt werden, wie sie in dieses Dilemma überhaupt geschlittert sind, bevor mit hochgestochenem, unpersönlichem Behördendeutsch zur Kasse gebeten wird!“, so Tschürtz abschließend.

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