22. Oktober 2026

Burgenlands Schulden wachsen, das Landesvermögen schmilzt – Doskozils Finanzpolitik hinterlässt tiefe Spuren

Rechnungsabschluss 2025 offenbart steigende Schulden, Millionenverluste und erhebliche finanzielle Risiken

Der Rechnungsabschluss 2025 des Landes Burgenland zeichnet ein besorgniserregendes Bild der Landesfinanzen. Die Finanzschulden steigen innerhalb eines Jahres um rund 164 Millionen Euro, das Nettovermögen sinkt um mehr als 229 Millionen Euro und unter dem Strich steht ein negatives Jahresergebnis von 233 Millionen Euro. Für FPÖ-Klubobmann LAbg. Christian Ries ist das ein deutliches Warnsignal: „Während die Landesregierung ihre Finanzpolitik regelmäßig als Erfolg verkauft, sprechen die Zahlen aus dem eigenen Rechnungsabschluss eine andere Sprache. Das Burgenland verliert Vermögen, häuft neue Schulden an und belastet damit den finanziellen Handlungsspielraum kommender Generationen.“

Besonders kritisch sieht Ries die Entwicklung der Finanzschulden. Diese stiegen von rund 796,6 Millionen Euro zu Jahresbeginn auf 960,7 Millionen Euro Ende 2025. Gleichzeitig wurden neue Finanzschulden in Höhe von 321,9 Millionen Euro aufgenommen. „Wenn innerhalb eines einzigen Jahres die direkten Finanzschulden um mehr als 20 Prozent steigen, dann kann man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Die Landesregierung muss erklären, wie sie diese Entwicklung stoppen will“, fordert Ries.

Besonders alarmierend ist für Ries der massive Bewertungsaufwand bei den Landesbeteiligungen. Allein 64,26 Millionen Euro schlägt die Bewertung von Beteiligungen im Rechnungsabschluss 2025 negativ zu Buche. Insgesamt liegt der Finanzaufwand mit 89,08 Millionen Euro um rund 53 Millionen Euro über dem Voranschlag. „Wenn die Bewertung von Landesbeteiligungen das Jahresergebnis mit mehr als 64 Millionen Euro belastet, dann ist das ein deutliches Warnsignal. Landeshauptmann Doskozil muss erklären, welche Gesellschaften betroffen sind, woher diese enormen Wertverluste kommen und welche finanziellen Risiken daraus für das Land entstehen. Die Burgenländer haben ein Recht darauf zu erfahren, wie es tatsächlich um die landeseigenen Gesellschaften steht“, fordert FPÖ-Klubobmann Christian Ries.

Sorgen bereitet zudem die Entwicklung der ausgegliederten Krankenanstaltengesellschaft. Deren Geldverbindlichkeiten stiegen laut Rechnungsabschluss von rund 228 auf nahezu 291 Millionen Euro. Hinzu kommen umfangreiche Haftungen des Landes für verschiedene Gesellschaften. „Die wirtschaftlichen Risiken verschwinden nicht dadurch, dass Aufgaben und Verbindlichkeiten in Landesgesellschaften ausgelagert werden. Am Ende steht immer die Frage, wer dafür geradestehen muss“, erklärt Ries.

Auch die kurzfristigen Finanzschulden haben sich von rund 57,8 auf 132,8 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Besonders auffällig ist eine kurzfristige Bankfinanzierung über 48,5 Millionen Euro im Dezember 2025. Für Ries ist klar, dass auch diese Entwicklung umfassend erklärt werden muss.

„Landeshauptmann Doskozil und seine Regierung tragen die Verantwortung für diese Zahlen. Wer Jahr für Jahr Schulden aufbaut und gleichzeitig Landesvermögen verliert, muss endlich einen nachvollziehbaren Weg aus dieser Entwicklung vorlegen. Wir Freiheitliche werden genau hinschauen, kritische Fragen stellen und auf vollständige Transparenz drängen. Denn die Rechnung für eine verfehlte Finanzpolitik dürfen am Ende nicht die Burgenländer bezahlen“, hält Ries abschließend fest.

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