Nach einem höchst informativen Beitrag in der gestrigen ORF-Sendung ´Thema` beklagen mittlerweile 30 Gemeinden im Westen Ungarns, darunter die Städte Sopron, Köszeg und Szombathely, eine landesweit rekordverdächtige Asbest-Belastung durch aus dem Burgenland importierten Schotter. Der Bürgermeister der auch für das Burgenland wirtschaftlich bedeutenden Großstadt Szombathely sah sich sogar gezwungen, Gesundheitsalarm zu geben und Anzeigen zu erstatten.
„Das bisher gelebte Wegducken der burgenländischen Landesregierung ist angesichts der nunmehr internationalen Dimension des Skandals endgültig nicht länger tragbar!“, stellt FPÖ-Landesparteiobmann NAbg Alexander Petschnig klar. „Weder die für Umwelt zuständige LHStv Haider-Wallner noch der für Bergbau verantwortliche LR Dorner haben seit Wochen auch nur irgendetwas zum Schutz der Burgenländerinnen und Burgenländer, aber auch der Bevölkerung im Westen Ungarns unternommen, obwohl laut einem Schreiben des zuständigen Ministeriums an die Landesregierung, welches von einem Sachverständigen live auf Sendung rezitiert wurde, sämtliche rechtlich notwendigen Maßnahmen längst hätten getroffen werden können. Betroffen sind übrigens ungarische Regionen, in denen sich auch Burgenländer gerne und oft aufhalten“, so Petschnig.
FPÖ-Landesgeschäftsführer LAbg Rudolf Smolej ergänzt, dass er jedenfalls hinterfragen wird, wie es zu derart umfangreichen Exporten von Gefahrengut kommen konnte, das nun ganze Landstriche kontaminiert: „Wer hat die Ausfuhr dieser Stoffe nach Ungarn genehmigt? Aus welchen Quellen wurde das Material bezogen? Und sind auch landesnahe Einrichtungen unter den Übeltätern? Es wird spannend, welche rechtlichen Folgen die Strafanzeigen des Bürgermeisters von Szombathely auch hierzulande zeitigen werden“.
Abschließend fordern Petschnig und Smolej auch von den burgenländischen Medien mehr Engagement in der Sache ein: „Es musste erst ein Beitrag des ORF in Wien her, damit auch hierzulande endlich über das internationale Ausmaß des Skandals berichtet wird. Das ist auch nicht tragbar: Die Menschen im Burgenland haben jedes Recht zu erfahren, ob sie in ihrem Umfeld durch das krebserregende Asbest belastet sind - sei es im In- oder Ausland. Darüber wochenlang zu schweigen, wie es die Landesregierung tut, entspricht nicht der Offenlegungspflicht der Medien und wirkt nicht gerade vertrauenserweckend. Aus diesem Grund müssen alle am Skandal und der Berichterstattung über diesen Beteiligten - allen voran die Landesregierung - endlich in die Gänge kommen und das Problem lösen! Ein paar Steinbrüche zu sperren und dann wieder die Hände in den Schoß zu legen ist definitiv zu wenig!“.
05. Mai 2026
Burgenländischer Asbest belastet über das Burgenland hinaus halb West-Ungarn
FPÖ-Petschnig/Smolej fordern endlich umfassende Aufklärung durch Landesregierung!