Mit scharfer Kritik reagiert die freiheitliche Landtagsabgeordnete und Frauensprecherin Michelle Whitfield auf das von der Bundesregierung beschlossene Budget. „Ausgerechnet Geringverdienern nimmt diese Regierung durch die Erhöhung der Arbeitslosenversicherungsbeiträge einen Teil ihres Einkommens weg. Das bedeutet weniger Netto vom Brutto – und das in einer Zeit, in der die Inflation und die hohen Preise für Wohnen, Energie und Lebensmittel die Menschen ohnehin massiv belasten. Dieses Budget ist ein Schlag ins Gesicht für Frauen, insbesondere für Alleinerziehende und Mütter mit Kinderbetreuungspflichten.“
„Gerade Frauen arbeiten überdurchschnittlich oft in Teilzeit und sind häufiger in niedrigeren Einkommensgruppen beschäftigt. Wenn ausgerechnet diese Arbeitnehmerinnen künftig weniger Geld zur Verfügung haben, verschärft das ihre ohnehin schwierige finanzielle Situation weiter. Jeder Euro, der durch höhere Abgaben verloren geht, fehlt am Ende des Monats für Miete, Lebensmittel oder die Kinder. Das ist weder sozial noch eine verantwortungsvolle Frauenpolitik.“
Scharfe Kritik übt Whitfield auch am burgenländischen Landeshauptmann Hans Peter Doskozil: „Wo war Doskozil, als seine Parteikollegen in der Bundesregierung – der SPÖ-Finanzminister gemeinsam mit der SPÖ-Sozialministerin – diese unsoziale Maßnahme beschlossen haben? Im Burgenland gibt er sich als Anwalt der kleinen Leute, in Wien schweigt er dazu, dass vor allem Frauen, Familien und Geringverdiener die Zeche bezahlen müssen. Dieses Schweigen ist bezeichnend.“
„Frauenpolitik zeigt sich nicht in Sonntagsreden, sondern in Budgetentscheidungen. Wer Frauen stärken will, darf ihnen nicht noch mehr Geld aus der Tasche ziehen. Die Bundesregierung belastet genau jene Menschen, die ohnehin am wenigsten haben. Das ist ungerecht, unsozial und der völlig falsche Weg“, so Michelle Whitfield.