Mit scharfer Kritik reagiert FPÖ-Landwirtschafts- und Jagdsprecher LAbg. Markus Wiesler auf die Pläne der Europäischen Union, den in Österreich seit Jahrzehnten heimischen Sikahirsch als invasive Art einzustufen und dessen vollständige Ausrottung bis 2027 vorzusehen.
„Was hier aus Brüssel kommt, hat mit Hausverstand und regionaler Verantwortung nichts mehr zu tun. Der Sikahirsch ist seit Generationen Teil unserer Kulturlandschaft. Viele bäuerliche Betriebe, Wildhalter und Jagdreviere haben über Jahrzehnte hinweg Zeit, Geld und Engagement in den Aufbau gesunder Bestände investiert. Nun soll auf EU-Befehl alles vernichtet werden. Das ist ein weiterer Beweis dafür, wie weit sich die EU-Bürokratie, man ist geneigt von „EU-Wahnsinn“ zu sprechen, von den Menschen im ländlichen Raum entfernt hat“, erklärt Wiesler.
Besonders unverständlich sei für den freiheitlichen Landwirtschaftssprecher, dass die Erfahrungen jener Menschen ignoriert würden, die tagtäglich mit Wildtiermanagement und Naturschutz befasst sind.
„Ich habe großes Vertrauen in unsere Jägerschaft. Österreichs Jäger leisten seit Jahrzehnten hervorragende Arbeit bei Hege, Wildstandsregulierung und Naturschutz. Sie kennen die regionalen Gegebenheiten besser als jeder EU-Beamte in Brüssel. Wer glaubt, man könne von Schreibtischen aus entscheiden, welche Tierarten in unseren Revieren leben dürfen und welche ausgerottet werden müssen, zeigt vor allem eines: mangelnden Respekt vor den Menschen vor Ort.“
Wiesler verweist darauf, dass die bäuerlichen Familienbetriebe bereits mit steigenden Kosten, immer neuen Auflagen und einer kaum noch überschaubaren Regulierungsflut belastet seien.
„Während unsere Bauern um ihre Wettbewerbsfähigkeit kämpfen, beschäftigt sich die EU mit ideologischen Prestigeprojekten und der Vernichtung funktionierender Wildbestände. Das Verständnis für die Sorgen des ländlichen Raumes scheint in Brüssel längst verloren gegangen zu sein.“
Der FPÖ-Abgeordnete fordert daher die österreichische Bundesregierung auf, sich klar gegen die geplanten Maßnahmen zu stellen.
„Unsere Bauern und Jäger brauchen keine Bevormundung aus Brüssel, sondern politische Rückendeckung. Entscheidungen über Wildtiermanagement müssen dort getroffen werden, wo das Wissen vorhanden ist – in den Regionen und bei den verantwortlichen Fachleuten. Die vollständige Ausrottung des Sikahirsches ist weder verhältnismäßig noch nachvollziehbar. Österreich muss diesem EU-Wahnsinn entschieden entgegentreten.“
Abschließend betont Wiesler: „Wer die Menschen am Land ständig übergeht, darf sich nicht wundern, wenn das Vertrauen in die europäischen Institutionen weiter schwindet. Unsere Bauern und Jäger verdienen Respekt für ihre Arbeit und keine neuen ideologischen Vorgaben aus Brüssel.“