– „Wenn selbst Lehrer mehrheitlich sagen, dass das Schulsystem Kinder nicht ausreichend auf die Zukunft vorbereitet, dann ist das kein Missverständnis, sondern ein Offenbarungseid“, stellt die FPÖ-Bildungssprecherin Michelle Whitfield klar. „Das ist ein Systemversagen. Und zwar eines, das seit Jahren bekannt ist und trotzdem weiterläuft.“
Besonders brisant ist dabei die Rolle jener, die das System täglich tragen. „Lehrer wissen laut Studien ganz genau, dass der Unterricht vielfach an der Lebensrealität, an Leistungsanforderungen und an Zukunftskompetenzen vorbeigeht. Trotzdem wird still weitergemacht, als wäre nichts. Das ist kein Mangel an Information, das ist ein Mangel an Haltung“, so Whitfield.
Die Doppelmoral sei offensichtlich: „Als es vor einigen Jahren um eine zusätzliche Unterrichtsstunde und damit um das eigene Einkommen ging, waren Massendemonstrationen, Streikdrohungen und Unterrichtsausfälle plötzlich möglich. Sogar Schüler wurden dafür instrumentalisiert. Wenn es aber um genau diese Kinder geht, um deren Zukunftschancen und Bildung, herrscht betretenes Schweigen.“
Für Whitfield ist klar: „Ein System versagt nicht von selbst. Es versagt, weil zu viele Mitspieler es wider besseren Wissens aufrechterhalten. Wer öffentlich sagt, dass das System Kinder nicht vorbereitet, es aber gleichzeitig jeden Tag brav exekutiert, macht sich mitverantwortlich.“
Die FPÖ fordert einen radikalen Kurswechsel: „Wir brauchen wieder Leistungsorientierung, klare Bildungsziele, Praxisnähe und Ordnung im Klassenzimmer. Keine ideologischen Experimente, keine Selbstzweckpädagogik, keine Ausreden mehr.“
Whitfield hält fest: „Kinder haben ein Recht auf eine Schule, die sie stark macht. Wer dieses Recht kennt und trotzdem wegschaut, versagt. Moralisch und politisch.“