02. April 2026

Arbeitsmarkt rutscht weiter ab: Mehr Arbeitslose, weniger Chancen

Die aktuellen Zahlen zeigen eine klare Entwicklung: Der Arbeitsmarkt im Burgenland verschlechtert sich. Die Zahl der Arbeitslosen ist gestiegen, gleichzeitig brechen offene Stellen und Lehrstellen deutlich ein.

Im März waren 8.829 Personen arbeitslos, ein Plus von 4,5 Prozent. Insgesamt sind 10.769 Menschen ohne Beschäftigung. Die Arbeitslosenquote liegt bei 7,4 Prozent. Gleichzeitig ist die Zahl der offenen Stellen um 17,5 Prozent gesunken. Bei den Lehrstellen beträgt das Minus sogar 29,6 Prozent.

„Mehr Arbeitslose und gleichzeitig weniger offene Stellen – das ist eine gefährliche Entwicklung. Das trifft genau jene Menschen, die jeden Tag arbeiten wollen“, stellt LAbg. Sandro Waldmann, Sprecher für Arbeitnehmer und Pendler, klar.

Besonders deutlich zeigt sich die Lage in einzelnen Regionen. Im Bezirk Oberpullendorf ist die Arbeitslosigkeit um 10,1 Prozent gestiegen. Gleichzeitig sind dort die offenen Stellen um 35,4 Prozent und die offenen Lehrstellen um 40,5 Prozent zurückgegangen.

Auch strukturell spitzt sich die Situation zu. 3.605 Arbeitslose sind über 50 Jahre alt, 2.630 gelten als langzeitbeschäftigungslos. Gleichzeitig gibt es inzwischen mehr Lehrstellensuchende als offene Lehrstellen.

„Wer arbeiten will, braucht eine echte Chance. Wenn Stellen verschwinden und Lehrplätze fehlen, dann läuft etwas falsch. Das ist kein Zufall, sondern eine Entwicklung, die man ernst nehmen muss“, so Waldmann.

Die Zahlen zeigen nicht nur eine Momentaufnahme, sondern eine klare Tendenz. Mehr Menschen suchen Arbeit, während gleichzeitig die Möglichkeiten sinken.

„Gerade für Arbeitnehmer, Pendler und junge Menschen wird die Situation immer schwieriger. Es reicht nicht, diese Zahlen einfach hinzunehmen. Es braucht endlich Maßnahmen, die wieder Perspektiven schaffen“, betont Waldmann abschließend.

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