Was sich in der Stadt Mattersburg abspielt, ist kein Einzelfall mehr, sondern ein Alarmsignal für den gesamten Bezirk. Ein Lokal nach dem anderen sperrt zu. Traditionsbetriebe verschwinden. Schaufenster bleiben dunkel. Und während unsere Landsleute zusehen müssen, wie ihre Ortskerne ausbluten, klopft sich Wirtschaftslandesrat Leonhard Schneemann selbst auf die Schulter, weil er Steuermillionen über die Wirtschaftsagentur Burgenland verteilt.
„Leistung sieht anders aus“, stellt Bezirksparteiobmann Robert Perger klar. „Wer Millionen vergibt und gleichzeitig zusieht, wie Gemeinden ihre Seele verlieren, hat die Realität nicht im Griff.“ Zahlreiche rote, aber auch schwarze Bürgermeister reden von Belebung und Standortentwicklung, doch es fehlt die Detailgenauigkeit in der Umsetzung. Ordnung in den Zuständigkeiten? Fehlanzeige. Ausdauer bei nachhaltigen Konzepten? Nicht erkennbar.
Mattersburg mutiert zur Geisterstadt. Und das Problem betrifft längst nicht nur die Gastronomie. Auch in anderen Gemeinden im Bezirk zeigt sich dasselbe Bild: Leerstände, fehlende Treffpunkte und eine sinkende Aufenthaltsqualität. Ein Ort ohne Wirtshaus ist ein Ort ohne Herz.
Perger fordert daher ein klares Wirtshauspaket für den Bezirk Mattersburg: gezielte Unterstützung für bestehende Betriebe, echte Entlastung bei Abgaben, Investitionsanreize für Nachfolger und eine konsequente Stärkung der Ortskerne statt weiterer Schönfärberei.
„Wer Verantwortung trägt, darf sich nicht in Pressekonferenzen feiern lassen, sondern muss liefern. Unsere Gemeinden brauchen keine PR, sondern Lösungen. Jetzt.“