Skip to main content
12. April 2022

Burgenland Tourismus: Geschäftsführer kennt offenbar sein eigenes Online-Angebot nicht!

Zum Thema zentrale Buchungsplattform für den Fährverkehr am Neusiedler See spann sich der Geschäftsführer der Burgenland Tourismus GmbH, Didi Tunkel, im Radio Burgenland eine ordentliche Portion Seemannsgarn zusammen: Nach seiner Einschätzung brauche es für übersichtliche Fährzeiten eine einheitliche Internetseite. Nur: Die gibt es schon lange!

FPÖ-Landesparteiobmann Alexander Petschnig schüttelt über das Auftreten Tunkels den Kopf: „Der ´erst´ seit zwei Jahren im Amt befindliche und für das ganze Burgenland verantwortliche Geschäftsführer der Burgenland Tourismus GmbH wird wahrscheinlich nicht wissen, dass es den einheitlichen Auftritt der Schifffahrt am Neusiedler See in Form der Neusiedler See Card bereits lange vor seiner Zeit gab! Alle Kunden wussten, dass sie mit der Fähre um den halben Preis zu dieser Zeit dort und dort hingelangen. Die Neusiedler See Card war der SPÖ aber schon lange ein Dorn im Auge, da sie vom Land unabhängig und nur für den Tourismus agierte. Funktionierendes wurde von Doskozil, Tunkel &Co demoliert und zugunsten von organisatorischen Flops geopfert.  Mehr schlecht als recht und mit enormem Marketingaufwand wurde nunmehr der Ladenhüter ´Burgenland Card´ an deren Stelle gesetzt“.

 

Der FPÖ-Tourismussprecher erläutert weiter: „Eines hat aber sogar die Burgenland Card übernommen: Die Fährzeiten aller Schifffahrtsunternehmer sind auf der Website des Burgenland Tourismus frei einsehbar! Nicht nur dort, sondern auch auf den Seiten der einzelnen Unternehmer und in der auflagenstarken Burgenland Tourismus Broschüre sind die Fahrpläne schnell und einfach zu finden. Zusätzlich wird der Fahrplan an alle Zimmervermieter, Gastronomiebetriebe und Tourismusbüros rund um den See geschickt und ausgehängt. Dieser passt nämlich auf ein einziges A4-Blatt, auf dem alle relevanten Informationen Platz finden. Von Unübersichtlichkeit kann hier keine Rede sein! Warum Tunkel hier offenbar im Namen des Tourismuslandesrates Doskozil gegen Windmühlen anreitet und Probleme artikuliert, wo keine bestehen, kann kein Mensch nachvollziehen!“.

 

 

Petschnig weiter: „Alle Radfahrer wissen, wo am See die Fähren abfahren und wann man zusteigen kann. Hier gibt es nicht das geringste Problem! Tunkel fährt mit seiner Darstellung daher völlig am falschen Dampfer. Ein Tourismusverband fordert und ´bedroht´ überdies nicht seine zahlenden Mitglieder, sondern bietet Unterstützung und leistet zukunftsweisende, spezifische Arbeiten, die der einzelne Betrieb nicht stemmen kann. So könnte etwa die Burgenland App durchaus besser mit den einzelnen Betrieben verlinkt werden. Zur Verbesserung dieser App wäre seit Monaten mehr als ausreichend Zeit gewesen, die man aber nicht genutzt hat. Jetzt versucht man, eine künstliche Drucksituation gegen die Unternehmer aufzubauen. So geht’s nicht!“.

 

 

Der Bedarf nach einer übersichtlichen Infoplattform für Schifffahrten, Nächtigungen, Fahrradverleihe und andere Leistungen, vom Restaurant- bis Festspielbesuch, ist zweifellos vorhanden. „Das nennt man Standortentwicklung und war jahrelang erfolgreicher Tätigkeitsschwerpunkt von Geschäftsführer Hannes Anton!“, so Petschnig. Diese Aufgaben kann ein einzelnes Unternehmen oder ein kleiner Tourismusverband nicht leisten, und daher sind das die Kernaufgaben des Verbandes, dem Tunkel vorsteht. „Die Betriebe sind aber als Partner anzusprechen und nicht im Befehlston adressieren! Den Schifffahrtsunternehmern, die ihr Geschäft schon seit Generationen ohne Zutun des Landes erfolgreich betreiben, braucht Tunkel nicht zu erklären, wie sie ihre Unternehmen zu führen haben!“, stellt der FPÖ-Chef klar. Mit dieser Aktion läuft der Burgenlandtourismus unweigerlich auf Grund, denn speziell bei Eingriffen am See braucht es ausreichenden Tiefgang im Handeln, wenn man ans Ziel kommen will.

© 2022 Freiheitliche Partei Österreichs. Alle Rechte vorbehalten.