23. März 2026

Rebzikade wird zur Existenzfrage

Landesregierung lässt Weinbau im Stich

Die zunehmende Ausbreitung der Amerikanischen Rebzikade sorgt im Burgenland für große Verunsicherung unter den Winzern. Der Schädling, der die gefährliche „Goldgelbe Vergilbung“ überträgt, kann im schlimmsten Fall zur Rodung ganzer Rebflächen führen. In besonders betroffenen Gebieten wird bereits von möglichen Verlusten von bis zu 20 Prozent pro Betrieb ausgegangen.

Für die FPÖ-Wirtschaftssprecherin LAbg. Michelle Whitfield ist die Lage eindeutig:

„Unsere Weinbauern stehen vor einer massiven Bedrohung ihrer Existenz. Wenn Betriebe gezwungen sind, ganze Flächen zu roden, reden wir nicht mehr über Einzelfälle, sondern über eine ernsthafte Gefahr für eine gesamte Branche im Burgenland.“

Besonders kritisch sieht Whitfield die Entscheidung des Landes, eine Notfallzulassung für den Wirkstoff Spirotetramat abzulehnen.

„Gerade in einer solchen Ausnahmesituation braucht es rasche und wirksame Maßnahmen. Stattdessen werden die Winzer mit Verweisen auf Verfahren und Regelungen allein gelassen.“

Unterstützung erhält Whitfield vom FPÖ-Landtagsabgeordneten Sandro Waldmann:

„Bei Betriebsbesuchen bei Winzern in Andau haben sich Winzer aus dem ganzen Land mit ihren Sorgen an uns gewandt. Die Sorgen sind überall dieselben: steigender Druck, drohende Rodungen und keine ausreichenden Mittel zur Bekämpfung.“

Die FPÖ fordert daher ein sofortiges Umdenken in der Agrarpolitik des Landes.

Whitfield abschließend: „Wer jetzt nicht handelt, gefährdet bewusst die Existenz unserer Winzer.“

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