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21. Jänner 2026

Politische Selbstinszenierung statt echter Verantwortung

Reduktion der Naturschutzorgane war ein Fehler – jetzt wird die Rücknahme zur Heldentat umgedeutet.

„Was die Landesregierung heute als Erfolg verkauft, ist in Wahrheit nur die Rücknahme einer eigenen Fehlentscheidung“, stellt FPÖ-Landtagsabgeordneter Mario Jaksch klar. Die nun als „Verdoppelung“ präsentierte Aufstockung der amtlichen Naturschutzorgane sei nichts anderes als die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands. „Bis 2024 gab es bereits sechs hauptamtliche Naturschutzorgane. Diese wurden dann über Nacht in einem Willkürakt durch den Landeshauptmann auf drei reduziert. Und jetzt feiert man sich dafür, diesen Schritt rückgängig zu machen. Das ist politische Selbstinszenierung statt ehrlicher Verantwortung“, kritisiert Jaksch.

Die Reduktion im Jahr 2024 sei überfallsartig erfolgt und habe konkrete menschliche Schicksale nach sich gezogen. „Hier wurden berufliche Lebensträume ruiniert und Menschen ohne Vorwarnung aus ihrer Tätigkeit gedrängt. Eine derartige Behandlung verdient keine Nachrede, sondern Entschuldigung“, so Jaksch.

Inhaltlich sei die Rückkehr zu sechs amtlichen Naturschutzorganen aus Sicht der FPÖ zu begrüßen. „Naturschutz braucht regionale Verankerung, kurze Wege und klare Ansprechpartner vor Ort. Das war schon früher sinnvoll und ist es auch heute wieder. Gut, dass sich diese Erkenntnis schlussendlich wieder durchgesetzt hat“, so Jaksch weiter.

Besonders stört Jaksch die mangelnde Ehrlichkeit im Umgang mit den eigenen Entscheidungen: „Im Landtag wurde damals noch erklärt, drei Organe seien ausreichend. Heute behauptet man das Gegenteil. Diese Widersprüchlichkeit zeigt: Es geht nicht um Inhalte, sondern um politische Show.“

Für Jaksch ist klar: „Effizienter Naturschutz braucht Stabilität, nicht Postenschacherei. Wer Personalentscheidungen trifft, muss auch die Konsequenzen verantworten. Nicht später so tun, als wäre nichts gewesen, nicht darauf vertrauen, dass das politische Kurzzeitgedächtnis alles vergisst, und sich nicht dafür feiern lassen, den Schaden repariert zu haben.“

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