13. April 2026

FPÖ Ries: „Gute Nachbarschaft ist Pflicht, kein Tabu“

FPÖ-Klubobmann Christian Ries zum Wahlergebnis in Ungarn:

„Das Wahlergebnis in Ungarn zeigt klar, dass die Bevölkerung einen Regierungswechsel wollte. Das ist legitim und ist Ausdruck gelebter Demokratie. Peter Magyar muss sich jetzt bewähren, denn er verfügt nun über eine Zweidrittelmehrheit und kann damit sein Programm umsetzen. Dann wird wieder das Volk im Rahmen einer Wahl urteilen."

Zu den Kontakten der burgenländischen FPÖ meint Ries: "Für uns Freiheitliche ist wichtig, auch zur neuen ungarischen Regierung gute Kontakte pflegen zu können. Gerade für das Burgenland sind gute Beziehungen zu Ungarn von besonderer Bedeutung – verbindet uns doch eine jahrhundertelange gemeinsame Geschichte. Zudem war Ungarn in den vergangenen Jahren ein wichtiger Schutzschild gegen illegale Migration. Wir erwarten, dass diese Politik von Magyar fortgesetzt wird, denn sie ist zum Besten nicht nur Ungarns.

Zur Kritik von SPÖ-Vorsitzenden Hergovich, wonach Kontakte zur Regierung Orban ein Tabubruch gewesen seien, meint Ries: "Diese Aussage ist für mich nicht nachvollziehbar. Es kann wohl kein Tabubruch sein, mit demokratisch gewählten Regierungen gute Beziehungen zu pflegen.

Ein politischer Tabubruch ist es vielmehr, wenn man – wie zuletzt geschehen – die Regierungsarbeit der eigenen Partei als ‚inhaltsleer und konzeptlos‘ bezeichnet. Das mag inhaltlich zutreffen, ist aber politisch doch eher ungewöhnlich und wirft die Frage auf, ob die burgenländische SPÖ nun schon aus der Bundespartei ausgetreten ist oder nur ihr Überleben in der Verleugnung der eigenen Identität sucht."

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